„Euroislam“ in Osteuropa

Mai 14, 2012 in Panels von admin

Eine Theorie des “Euroislams” wurde in den Kreisen der politischen Eliten und der wissenschaftlichen Intelligenz der Republik Tatarstan im 20. Jahrhundert auf der Basis des Djadidismus von Ismail Bey Gaspraly (1851-1914) und anderer fortschrittlicher, auf die Modernisierung des Lebens der Muslimischen Völker gerichteten Konzeptionen entwickelt. Die Besonderheiten dieser Theorien sowie ihre politische und kulturelle Bedeutung (insbesondere nach dem 11. September 2001) besteht darin, dass sie sich gegen radikale Tendenzen und Bewegungen in der islamischen Welt richten, den Islam vom “asiatischen” Radikalismus und Fundamentalismus befreien und ihn in die europäische Kultur und in die modernisierte post-industrielle Gesellschaft integrieren wollen. Dem Islam soll ein „europäisches Antlitz” und Europa ein menschliches, „islamisches Antlitz” gegeben werden.

Ziel des Panels ist einerseits die Vorstellung dieser Theorien, andererseits die Untersuchung, wie sie sowohl bei der muslimischen als auch der christlichen Bevölkerung in den osteuropäischen Staaten aufgenommen werden, wie die Regierungen sich zu ihnen stellen und welchen Einfluss und Bekanntheitsgrad sie über die Region hinaus haben”.

Organisiert von Swetlana Czerwonnaja, Nikolaus Kopernikus Universität (Thorn / Torun, Polen)

Bitte schicken Sie Vortragsanmeldungen mit abstract (300 Worte) bis zum 4. Juni 2012 an Prof. Swetlana Czerwonnaja, swetlana@umk.pl